Dienstag, 24. November 2009

Vom Muggle zum Geocacher

Früher, als Kind und Jugendlicher, war ich gerne im Zeltlager. Besonders gefallen haben mir damals die Geländespiele, als man draußen in der Natur war und an verschiedenen Stationen Aufgaben lösen musste, Spuren suchte oder nachts durch den Wald gewandert ist.
Das war immer so eine gefühlte Mischung aus Spannung, Teamgeist, Herausforderung und Abenteuerlust.
Nun ja, das ist lang her und nach der Zeltlagerzeit war es mit solchen „Abenteuern“ dann vorbei.

Vor einiger Zeit stieß ich dann aber auf das Thema „Geocaching“. Mein Interesse war geweckt und ich bisher ahnungsloser „Muggle“ begann mich in die Thematik einzulesen und zu überlegen, ob und inwieweit ich das eventuell mit meinem Hobby Laufen in Verbindung bringen könnte.

Im Forum von geoclub.de habe ich daher Anfang September 2009 nach einem „Cache-Paten“ gesucht, der mich als nahezu Unwissenden mal auf eine Tour mitnimmt – und das Ganze möglichst im Laufschritt.
Ein Bekannter von mir, von dem ich nicht wusste dass er Geocacher ist, sah den Aufruf, bot sich für eine gemeinsame Cachetour an – und brach sich den Arm. Also wartete ich erst einmal ab, erhielt aber noch gute Tipps im Forum und hatte bereits erfahren, dass mein Garmin Forerunner 305, den ich mir für’s Laufen zugelegt habe, auch bedingt zum Cachen geeignet ist.

Dann kam der Abend Mitte November. Mit meiner Partnerin Kris war ich im Dunklen auf einer Laufrunde unterwegs, als irgendwann im Schein meiner Stirnlampe an einem Baum etwas aufblitzte. Es stellte sich als ein kleines Stück Reflektorfolie heraus. Als sich das ein Stückchen weiter noch ein paar Mal wiederholte wurde ich neugierig und machte mir Gedanken, was für ein Sinn da hinter stecken könnte. Schnell hatte ich einen „Verdacht“. Sollten wir auf die Spur eines Nacht-Caches geraten sein?

Neugierig gingen wir der Spur nach und fanden dann im Lampenschein unter einer Baumwurzel tatsächlich eine Plastikdose mit spannendem Innenleben. Nachdem wir sie unbeobachtet samt Inhalt wieder an ihren Platz gelegt hatten setzten wir unseren Lauf fort. Die Dose war wohl tatsächlich eine Nacht-Cache-Station.
Und bei diesem Lauf ist dann wohl der Funke endgültig auf mich übergesprungen und hat Kris auch gleich mit entzündet.

Am folgenden Wochenende haben wir dann nach der Registrierung auf geocaching.com auf dem Weg zu einem Einkaufszentrum unseren ersten Cache gesucht und gefunden.
Der nächste folgte dann einen Tag später auf einer gemeinsamen Laufrunde.
Und wir waren uns sicher dass das nicht der Letzte gewesen sein wird, sondern dass wir als team.laufloewe.de noch weitere Caches aufspüren werden. Gehend, laufend und per Bike.

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